Der Kattendorfer Hof liegt in einer
Altmoränen-Landschaft im südlichen Schleswig-Holstein, nahe
Kaltenkirchen, ca. 40 km nördlich von Hamburg. In unserer Gegend gibt
es einige alte Höfe, die den Namen des Ortes tragen, so auch der
Kattendorfer Hof.
Seit 1924 ist er im Besitz der Stiftung ‘Das Rauhe Haus’, wir haben ihn als Betriebsgemeinschaft seit 1995 gepachtet und auf die biologisch-dynamische Wirtschaftsweise umgestellt. Im Jahre 1998 erhielten wir die Demeter-Anerkennung.
Seit dieser Zeit praktizieren wir CSA (gemeinschaftlich unterstützte Landwirtschaft) und geben einen Teil unserer Erträge an unsere Wirtschaftsgemeinschaftsmitglieder ab.
Wir bewirtschaften 150 ha (1.500.000 qm) auf unterschiedlichen Böden der Moränen-Landschaft. So sind auf dem Hügel milde lehmige Sande, hervorragend geeignet für Gemüse und Kartoffeln, am Moränenfuß hingegen findet man schwere Lehmböden für Weizen- und Kleeanbau.
Der Hof ist weitestgehend arrondiert und hat viel Wald und Wiesen als Begrenzung, keine Hochspannungsleitung überquert eine unserer Flächen. Im Laufe der Jahre hat der Bestand an seltenen und geschützten Arten stetig zugenommen.
Wir betrachten unsere Art der Landbewirtschaftung als Kreislaufwirtschaft, die - im Sinne des Koberwitzer Impulses Rudolf Steiners - eine sich steigernde Fruchtbarkeit aus sich selbst hervorbringt. Darum bemühen wir uns durch unserem Land angepasste Fruchtfolgen und eine Tierhaltung, die von dem lebt und gedeiht, was auf unseren Feldern und Weiden wächst
Tierhaltung beinhaltet für uns auch den Gesichtspunkt des Mitgeschöpfes, dass uns überantwortet ist. So ist es uns ein großes Anliegen, dass es unseren Tieren gut geht, und wir sorgen durch Auslaufhaltung, artgerechte Fütterung und menschlicher Zuwendung dafür, dass das Tier möglichst Angstfrei leben kann. Ein Wort zum Töten von Tieren sei hier gesagt: Wir sichern den Tieren ein Fortbestehen der Herde auf dem Hof zu. In die Herde werden die Tiere geboren, aus der Herde gehen sie; die Kuh- und Schweineherde bleibt.
